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Rita Kanne & Ralph Merschmann
25.09.2009 - 18.10.2009
PEARL*

Pearl: die exquisite Kostbarkeit erscheint im Logo des Massenkonsums und
beide Welten verstehen sich bestens. Die Irritation liegt im Betrachter.
Es sind unter anderem solche grenzgängerischen Synthesen und
Vexierspiele, die das Werk von Rita Kanne und Ralph Merschmann kennzeichnen.

Rita Kanne verwendet für ihre formal strengen Objekte simple
Baumarktmaterialien und Motive der Werbe- und Medienwelt, die u. a. die Sehnsucht nach Wertigkeit, Gediegenheit und Harmonie repräsentieren.
Kannes unheimelige Interieurs legen die Sterilität und das
Prothesenhafte der sorgsam inszenierten Gemütlichkeit offen. In welche Richtung die Wirkung ihrer hochassoziativen, erzählerischen Objekte schließlich ausschlägt, hin zu Nostalgie oder eher zur Beklemmung, ist Sache des Betrachters.

Dr. Georg Henkel



Ralph Merschmann geht einen umgekehrten Weg. Die frei erfundenen Muster, aus denen er seine abstrakten Ikonen aufbaut, evozieren zunächst
kontemplative Anmutungen von Majestät, Kostbarkeit und Pracht, um diese im nächsten Moment zu unterlaufen. In der Häufung und Überfeinerung droht das prekäre Gleichgewicht der Elemente zu kippen. Der lukullische Reichtum scheint durch eine hier und da aufblitzende launige Gegenständlichkeit ironisch gebrochen oder bekommt gar etwas beunruhigend Gespinnsthaftes, Labyrinthisches.

Dr. Georg Henkel
Ralph Merschmann
o.T., 2009
Acryl auf Leinwand
40 x 40 cm
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Rita Kanne
Ausstellungsansicht
PANOPTIKUM, 2009
Rasche Ripken, Berlin
Rita Kanne
Rendezvous, 2008
verschiedene Materialien
je 120 x 83 x 8 cm
Rita Kanne
Ausstellungsansicht
"single room", 2007
Kunstverein für den
Rhein-Sieg-Kreis, Siegburg
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Ralph Merschmann
o.T., 2009
Ausstellungsansicht
Galerie Hans Strelow,
Düsseldorf
Ralph Merschmann
o.T., 2009
Ausstellungsansicht
Galerie Hans Strelow,
Düsseldorf